Eine Kundin öffnet deine Schachtel am Küchentisch. Der gefaltete Beipackzettel ist schon verschwunden, das Etikett ist zu klein für die vollständige Zutatenliste, und sie will wissen, wie man das Ding vor dem ersten Gebrauch reinigt. Ein QR-Code auf der Verpackung bringt die Antwort einen Scan näher, und er funktioniert noch lange, nachdem der Zettel im Altpapier gelandet ist.
Was hinter den Code gehört
Erstelle den Code im Hauptgenerator mit der Adresse einer Webseite. Die Seite leistet die Arbeit, der Code öffnet sie nur. Gute Ziele:
- Bedienungs- und Montageanleitungen. Eine Seite mit Schritten und Fotos oder ein kurzes Video. Am Handy leichter zu verstehen als ein gefaltetes Blatt in sechs Sprachen.
- Pflegehinweise. Wie man das Produkt wäscht, lagert, entkalkt oder wartet.
- Rezepte und Serviervorschläge für Lebensmittel, Getränke und Küchenprodukte.
- Zutaten und Allergene. Die vollständige Liste, Herkunft und Nährwerte, mehr als aufs Etikett passt. Pflichtangaben müssen trotzdem dort auf der Verpackung stehen, wo das Gesetz es verlangt; der Code ergänzt Details, er ersetzt das Etikett nicht.
- Garantieregistrierung. Ein kurzes Formular, in dem das Modell schon ausgewählt ist.
- Eine Bitte um Bewertung. Für einen Laden oder eine Manufaktur vor Ort öffnet der Google-Bewertungs-QR-Code-Generator direkt dein Bewertungsformular.
- Nachbestellung. Die Produktseite in deinem Shop, damit Nachfüllpacks und Ersatzteile einen Scan entfernt sind.
Nimm Adressen, die du selbst verwaltest
Verpackungen bleiben jahrelang in Haushalten, und einen gedruckten Code kannst du nicht ändern. Die Codes hier laufen nie ab, aber die Adresse darin ist fest. Lass deshalb jeden Code auf eine Seite deiner eigenen Website zeigen, etwa deinemarke.de/p/wasserkocher-anleitung, und halte diese Adresse am Leben. Wenn sich Anleitung oder Rezept ändern, aktualisierst du die Seite. Verlinke nicht auf eine Datei in einem geteilten Cloud-Ordner oder auf ein Marktplatz-Angebot, das verschwinden könnte.
Kurze Adressen ergeben außerdem einfachere Codes, und das zählt auf kleinen Etiketten.
Ein Code pro Zweck, mit Label
Eine Schachtel mit drei unbeschrifteten Codes lässt die Kundschaft raten. Eine Schachtel mit einem Code, der ein Menü mit zehn Links öffnet, lässt sie suchen. Am besten liegt man dazwischen:
- Ein Code pro Aufgabe. Wenn du eine Anleitung und einen Nachbestell-Link willst, nimm zwei Codes oder einen Code, der eine Produktseite öffnet, auf der beides ganz oben steht.
- Ein Label neben jedem Code. „Montagevideo“, „Alle Zutaten“, „Nachbestellen“. Zwei oder drei Wörter sagen, warum man scannen soll.
- Platziere ihn dort, wo der Bedarf entsteht. Montageanleitung auf die Innenseite des Deckels oder auf die Lasche, die man zuerst öffnet. Nachbestellung auf den Boden oder die Rückseite, wo man hinschaut, wenn das Produkt leer ist.
Mit der Option Rahmen im Generator kannst du eine kurze Beschriftung unter den Code setzen, sodass das Label Teil der Grafik ist.

Größe auf kleinen Etiketten
Die Regel aus der Druckanleitung: Der Code sollte mindestens ein Zehntel des Scanabstands groß sein und nie kleiner als 2 cm. Verpackungen werden aus 20–30 cm gescannt, also:
- Kleine Etiketten (Gläser, Kosmetik, Anhänger): 2–2,5 cm sind das Minimum. Geh nicht unter 2 cm.
- Schachteln und Beutel: 2,5–4 cm.
- Versandkartons und Umkartons: größer ist kein Problem, 5 cm oder mehr.
Eine längere Adresse ergibt einen dichteren Code. Wenn der Code klein sein muss, nimm eine kurze Adresse und lass Tracking-Parameter weg. Jedes Design wird beim Bearbeiten mit dem QR-Leser deines Browsers geprüft, und die Vorschau warnt dich, wenn ein Stil oder Logo das Lesen erschwert. Bei 2 cm verzichtest du auf das Logo und bleibst bei schlichten quadratischen Modulen.
Gewölbte Flächen, Kraftpapier und farbiger Karton
Gewölbte Flächen
Auf einer Flasche, einem Glas oder einer Tube biegt sich der Code von der Kamera weg. Setz ihn so, dass er entlang der Höhe des Behälters verläuft, nicht um ihn herum, und halte ihn klein im Verhältnis zur Wölbung. Als grobe Orientierung: Ein Code, der weniger als ein Sechstel des Umfangs umspannt, liest sich noch flach genug. Teste am echten Behälter, nicht an einem flachen Andruck.
Kraftpapier und farbiger Karton
Braunes Kraftpapier und farbiger Karton senken den Kontrast. QR-Codes brauchen dunkle Module auf hellem Hintergrund:
- Druck ein weißes Feld hinter den Code auf Kraftpapier oder dunklem Material. Diese eine Änderung löst die meisten Probleme.
- Nimm eine dunkle Farbe, Schwarz oder tiefes Marineblau. Vermeide helle Farben und invertierte Codes (hell auf dunkel).
- Achte auf das Verlaufen der Farbe auf ungestrichenem und strukturiertem Papier. Kleine Quadrate können ineinanderlaufen; mach den Code ein paar Millimeter größer als auf gestrichenem Papier.
- Matte Oberflächen statt Glanz. Glanzfolie spiegelt das Licht in Laden und Küche.
Ruhezone
Lass den weißen Rand um den Code stehen, etwa vier Module breit. Gestalter beschneiden ihn oft, damit er in ein enges Layout passt, oder führen ein Muster bis an die Kante. Das ist der häufigste Grund, warum gedruckte Codes versagen. Lade für den Druck SVG herunter, damit die Kanten in jeder Größe scharf bleiben, und schick es der Druckerei als Vektorgrafik.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Auf eine Seite verlinken, die du löschst, wenn sich das Sortiment ändert. Alte Ware steht noch in Regalen und Haushalten.
- Ein Code ohne Label. Niemand scannt rätselhafte Quadrate.
- Den Code über eine Falz, Naht oder Siegelkante setzen. Falze zerstören das Muster.
- Nach einem Bildschirm-Proof freigeben. Lass dir ein gedrucktes Muster auf dem echten Material geben und scanne es mit mehreren Handys.
- Seiten, die nicht fürs Handy gemacht sind. Eine PDF-Anleitung fürs Desktop verfehlt den Zweck.
Checkliste
- Jeder Code zeigt auf eine Seite unter einer Adresse, die du verwaltest
- Ein Zweck pro Code, mit Label aus zwei oder drei Wörtern
- Pflichtangaben weiterhin auf der Verpackung gedruckt
- Mindestens 2 cm breit, größer auf Schachteln
- Weißes Hintergrundfeld auf Kraftpapier oder farbigem Karton, dunkle Farbe
- Ruhezone erhalten, SVG an die Druckerei geschickt
- Nicht auf einer Falz oder starken Wölbung
- Gedrucktes Muster auf der echten Verpackung getestet